Birkenwerder (OHV)

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Birkenwerder, Lkr. OHV, mittelalterliche Keller in der Havelstraße





2 Allgemeines

Durch den Abwasserzweckverband Fließtal wurde ab September 2004 die Ortsentwässerung in Birkenwerder, Lkr. OHV, Bauabschnitt 5.3 in der westlichen Havelstraße mit deren Nebenstraßen Am Mühlenfeld, Weidenweg, Wendenplan, Reihersteig und Fischerwall neu errichtet. Das Vorhaben befand sich im Bereich der Fundplätze Birkenwerder 1 und 3. Dabei wurde durch die Verlegung der Abwasserleitung im Bereich der Trassen ein Streifen von 1,2 - 1,5 m Breite bis in den anstehenden Boden abgetieft.

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3 Kenntnisstand

3.1 Historische Quellen

Die erste urkundliche Erwähnung Birkenwerders datiert in das Jahr 1355. Markgraf Ludwig der Römer versprach Johann von Buch Hilfe bei der Errichtung eines "borchfreeden tu Bergkenwerder". Der Markgraf übereignete dabei dem Hauptmann und Hofrichter Johann von Buch die Besitzung "Bergkenwerder". Aus der Urkunde geht hervor, daß das Dorf "Bergkenwerder" im Besitz des verstorbenen Ritters Ywan von Nybede war.
Im Jahre 1369 starb Johann und hinterließ seiner Frau und dem Sohn die Dörfer Berkenwerder, Nyendorf (Hohen Neuendorf), Hermannsdorp (Hermsdorf) und Bockstorff (Borgsdorf).
Im Landbuch von Kaiser Karl IV. wurde 1375 in "Berkenwerder" eine Mühle, einen Krug sowie mehrere Kossäten erwähnt. Um 1450 gehörte das Dorf der Familie von Bone, 1480 den Grafen Johann und Jacob von Lindow. Hier tauchte erstmals die Schreibweise Birkenwerder auf. Als Kirchdorf wurde es 1459 erwähnt . 1504 verkaufte Graf Joachim von Lindow-Ruppin das Rittergut an den ehemaligen Bürgermeister von Berlin, Jacob Wins.
Im Jahre 1524 enteignete der Kurfürst Joachim I die rechtmäßigen Eigentümer Birkenwerders, die Brüder Wins. Erst nach deren Tod vier Jahre später, erhielten deren jüngere Brüder alle geraubten Güter zurück.
Ein Gregor Wins war auch noch zu Beginn des 17. Jahrhunderts Besitzer von Birkenwerder. Zwischen 1620 bis 1632 wechselten die Besitzer mehrfach.
Der Geheime Kurfürstliche Kabinettsrat Lewin von Knesebeck kaufte 1632 das Gut Birkenwerder mit all seinen Besitzungen für 18.000 Taler. Nach seinem Tod im Jahre 1638 ging der Besitz an seine Brüder über, die ihn 1641 an Franz von Hacke veräußert. Birkenwerder blieb von den Kriegswirren des 30jährigen Krieges nicht verschont. Bei einer Bestandsaufnahme durch kurfürstliche Landreiter im Jahre 1649 wurde festgestellt, daß in Birkenwerder nur noch ein Kossätenhof bewohnt war. Der Gutshof und die Schäferei waren zerstört, beide Mühlen stark beschädigt und der Weinberg verwildert.
Das Gut Birkenwerder war seit 1649 im Besitz der Hofmeisterin der Kurfürstin Luise Henriette, Frau Elisabeth Eleonore von Kleist.
1653 kaufte der Kurfürst das Gut Birkenwerder mit den dazugehörenden Dörfern Bergfelde, Hohen Neuendorf und Borgsdorf vom Kurfürst. Die Besitzungen wurden dem kurfürstlichen Amt Oranienburg, das seine Frau, Luise Henriette selbst verwaltete, unterstellt. Birkenwerder war jetzt eine kurfürstliche Domäne mit einen Gutsverwalter mit zwei Knechten und zwei Mägden. Neben dem Verwalter lebten noch vier Kossäten in Birkenwerder.
Am 25. März 1666 wurde das Gut Birkenwerder unter sechs Freibauern aufgeteilt. Fünf neue Bauernhäuser wurden hinter der neuen Holzkirche, die 1663 erbaut wurde, errichtet. Jeder Bauer erhielt zwei Ochsen und zwei Kühe, jährliche Pacht und Zinsen wurden fällig. Von weiteren Verpflichtungen wurden sie befreit. Die zum Gut gehörenden Kossäten blieben weiter hier, mußten aber auf dem Gut Pinnow jährlich 117 Tage Frondienste ableisten. 1667 verstarb im Alter von nur 39 Jahren die Kurfürstin Luise Henriette von Oranien.
Bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts wurde wenig überliefert. Um 1722 lebten ca. 110 Bauern, Kossäten, Knechte, Mägde, ein Müller, ein Schneider und ein Hirt in Birkenwerder. Nach Ende des 7jährigen Krieges lebten um 1770 nur noch 6 Bauern und 4 Kossäten mit Knechten und Mägden im Ort. Insgesamt waren es nur 70 - 80 Einwohner. Schon 1786 stieg die Einwohnerzahl wieder auf über 200 Menschen.
Die französische Revolution von 1789 und der Sieg Napoleons über Preußen im Jahre 1806 führte auch in Birkenwerder zu Veränderungen. 1839 hatten die Bauern in Birkenwerder ihre Unabhängigkeit erreicht.
Die Entdeckung umfangreicher Ablagerungen von sand- und kalkhaltigem Ton aus der letzten Eiszeit in der Umgebung, der sich hervorragend zum Brennen von Ziegeln eignete, führte zur Errichtung von Ziegeleien. Die erste Ziegelei produzierte 1837 den sogenannten "gelben Birkenwerder Klinker". Zeitgleich erhielt die Havelschiffart einen Aufschwung. Viele Schiffer siedelten sich in Birkenwerder an und transportierten Torf aus dem Rhinluch zwischen Fehrbellin und Kremmen zu den Ziegeleien nach Birkenwerder und gebrannte Ziegel nach Berlin und Oranienburg. Auch der Kirchenneubau des Baumeisters August Stühler von 1847 besteht aus den gelben Ziegelsteinen.
Die Bevölkerungszahl stieg stetig an und 1856 lebten bereits 614 Einwohner, darunter ca. 30 Schifferfamilien, in Birkenwerder. Dies führte dazu, daß Birkenwerder 1874 ein eigener Amtsbezirk wurde.
Über die Entstehung des Namens gibt es verschiedene Ansichten. Am wahrscheinlichsten ist der Ursprung aus den niederdeutschen Wörtern Berke für Birke und Werder für Flußinsel. Der älteste Teil von Birkenwerder heißt heute noch "Am Werder". Auch die slawischen Begriffe Briese und Breza für Birken könnte man im übertragenen Sinne als Birkenfluß oder Birkenwald interpretieren.

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3.2 Archäologische Quellen

Das Baufeld lag etwa 1200 m westlich des heutigen Dorfkernes an der Mündung der Briese in die Havel (Plan 1). Es handelt sich dabei um eine flache etwa 500 x 200 m große Talsandzunge, die in die Havelniederung hineinreicht (Plan 3). Somit entsteht eine nach drei Seiten durch Niederung geschützte Situation, die gleichzeitig den Verkehrsweg Havel kontrolliert. Schon die geschützte Geländesituation in einem als Verkehrsweg genutzten Flusstal ist als vor- und frühgeschichtlicher Fundplatz prädestiniert. Dies zeigen auch die Altfunde, die vor allem während der Erstbebauung in den 1930er Jahren gemacht wurden. Dabei angeschnittene Gruben und eine Kulturschicht belegen eine recht gut erhaltene spätbronzezeitliche Siedlung (Fpl. 1). Aus der Kulturschicht konnte neben einem neolithischen Steinbeil Keramik mit Rillen, Hohlkehlen, geritzten Linien, Punktgrübchen mit Rillen, Turbanrändern und Reste von Köpenicker Tellern geborgen werden . Bei der Bebauung im Bereich des Fpl. 1 wurden zahlreiche Körpergräber angeschnitten, deren genaue Lage und zeitliche Einordnung nur grob einzugrenzen ist. Weiterhin wurde an der Spitze der natürlichen Halbinsel vermutlich ein slawischer Burgwall bei der Parzellierung abgegraben (Fpl 3). Dieser wurde urkundlich im Jahr 1525 erwähnt Auf einer Karte von 1732 ist an der Stelle Burgwall eingetragen . Beim Abtragen des Hügels im Jahr 1932 wurden Herdstellen und Pfosten beobachtet. Es konnten aber keine Befestigungen nachgewiesen werden. An Fundmaterial trat mittel- und jungslawische Keramik, harte Grauware, ein Sporn, zwei Pfeilspitzen und einen Knochenpfriem auf . Seinerzeit wurde die Zerstörung dieser wichtigen Fundstelle nicht dokumentiert, sodaß deren genaue Lage, Ausdehnung und Aufbau unbekannt sind. Ein mittelalterlicher Befund mit Teersiedekeramik war 1943 auf dem Grundstück Havelstraße 53 beim Rigolen angeschnitten worden. Der Grundstückeigentümer barg graubraune (slawische??) Keramik mit Resten von Teer, Eisenschlacke und ein Beschlagstück aus Eisen. Im Jahre 1944 fand eine kleinere Grabung unter der Leitung des in Birkenwerder wohnhaften Rektors i. R. und ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegers Neumann statt. Er wies drei weitere mittelalterliche Bestattungen nach und fand Keramik der Bronzezeit Periode V-VI. Die Havelniederung im Bereich der Briesemündung ist von zahlreichen Fundplätzen umgeben. Einige davon sollen kurz erwähnt werden, da sie wichtig für die Bewertung der Fundplätze Birkenwerder 1 und 3 sind. Die dichte bronzezeitliche Besiedlung des Gebietes läßt sich an vier weiteren Fundplätzen im Umkreis von ca. 2 km belegen. Der Fundplatz Birkenwerder 8, der östlich ans Baufeld anschließt, lieferte ebenfalls bronzezeitliche Funde und dürfte zu derselben Siedlung wie Fpl. 1 gehören. Vom Fundplatz Hohen Neuendorf Nr. 1 auf der anderen Seite der Briesemündung stammen weitere bronzezeitliche Funde. Ein Gräberfeld der späten Bronzezeit ist vom Fundplatz Hohen Neuendorf Nr. 5, etwa 1,5 km südöstlich vom Baufeld gelegen, bekannt. Für das Mittelalter können die nebeneinanderliegenden Fundplätze Birkenwerder Nr. 1, 3 und 8 als wüste Dorfstelle zusammengefaßt werden. Auf dem nahegelegenen Fundplatz Birkenwerder Nr. 2, gegenüber der Dorfwüstung auf der anderen Brieseseite gelegen (Plan 4), konnte mittelalterliche Teererzeugung nachgewiesen werden. Ein weiterer Teersiedestandort mit mittelalterlicher Keramik ist der Fundplatz Hohen Neuendorf Nr. 2 (etwa 1 km südöstlich von der wüsten Dorfstelle gelegen). Von dem an der Briesemündung gelegenen, bereits erwähnten, Fundplatz Hohen Neuendorf Nr. 1 stammen weitere mittelalterliche als auch slawische Funde. Ein anderer slawischer Fundplatz liegt auf der anderen Seite der alten Havel gegenüber des Fundplatzes Birkenwerder 3. Mittelalterliche Keramik und vier neuzeitliche Bestattungen stammen vom Fundplatz Birkenwerder 12, der 500 m westlich vom Untersuchungsraum liegt. Interessanterweise traten vom Fundplatz Birkenwerder 11 (Plan 4) im jetzigen Ortskern keine mittelalterlichen Funde auf, obwohl die 1355 erwähnte mittelalterliche Burg dort lokalisiert wird. Auf dem, ebenfalls im jetzigen Dorfkern liegenden Fundplatz Birkenwerder 15 (Plan 4) fand man bei der Erneuerung der Brücke über die Briese Holzreste einer älteren Brücke, mittelalterliche Keramik und eine slawische Scherbe.

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4 Bodenbedingungen

Geprägt wird das Untersuchungsgebiet am östlichen Havelufer durch die eiszeitliche Landschaftsgenese mit weiten flachen Sandgebieten, die von Abflußrinnen zerschnitten werden. Teilweise haben sich kleinere Grundmoränenreste mit lehmigen Sanden erhalten. In den vegetationsarmen Perioden kam es zu Ausbildung größerer Dünengebiete, so z. B. östlich des heutigen Dorfes. Als wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung des Dorfes in der Neuzeit erwiesen sich die Tonlagerstätten nordwestlich vom Dorfkern. Das heutige Dorf befindet sich auf pleistozänen Sanden, etwas entfernt von der Havel, am Brieseübergang der Straße Berlin - Oranienburg. Die untersuchten Fundplätze Birkenwerder 1 und 3 hingegen liegen auf einem Landsporn, der nördlich entlang der Briese etwa 500 m in die Havelniederung hineinragt. Dieser Sporn besteht aus holozänen Schwemmsanden. Er wird nördlich von Niederungsböden, südlich vom Fluß Briese und westlich von einem Altarm der Havel begrenzt. Mit Höhen um die 36 m ü N.N. erhebt sich dieser deutlich um 5 m von den umgebenen Niederungen und Gewässern. Am Westende soll der slawische Burgwall Birkenwerder Fundplatz 3 gelegen haben. Ob tatsächlich eine Befestigung vorhanden war oder eine unbefestigte Siedlung auf einer Düne lag, ist wegen der vollständige Abgrabung im Jahr 1932 nicht mehr zu klären. Durch das sandige Substrat kam es am Rand des Sporns zur Ablagerung von aberodiertem Material in Form von Kolluvien.

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5 Befundlage und Erhaltungsbedingungen, Stratigraphie

Die Baumaßnahmen betrafen den Bereich eines Wohngebietes, der auf einem in die Havelniederung reichenden Sandsporn liegt. Er befindet sich außerhalb der heutigen Dorfstelle. Ehemalige Oberflächen hatten sich in der Havelstraße nur am Ostende und am Westende erhalten. Im Bereich des Hangfußes war im Reihersteig eine ehemalige Oberfläche angeschnitten worden. Ebenfalls erhielt sich eine ehemalige Oberfläche im unbefestigten Wendenplan, da dieser nicht künstlich in das Gelände eingetieft war. Weiterhin in Form einer unregelmäßig starken Torfschicht wurde im Bereich der nördlich vom Sandrücken gelegenen Niederung im Fischerwall und Reihersteig die natürliche ehemalige Niederungsoberfläche angetroffen . In den Hangbereichen war durch die verstärkte Erosion der Boden bis auf den anstehenden Sand gekappt. Dieses Material wurde wiederum in den Kolluvien am Hangfuß im Bereich der Havelstraße, im Fischerwall, im Reihersteig und in einer kleineren Senke im Wendenplan abgelagert. Aus dem Mesolithikum sind nur vereinzelte Funde erhalten. Befunde und Schichten haben sich nicht erhalten. Aus dem Neolithikum ist nur ein Altfund einer Steinaxt bekannt. Weitere neolitische Befunde oder Fund traten während der gesamten Untersuchung nicht auf. Die aus früheren Beobachtungen bekannte bronzezeitliche Kulturschicht ließ sich ebenfalls am Hangfuß und auf der Kuppe nachweisen. Sie war im Bereich der eingetieften Straßen Reihersteig und Weidenweg vollständig entfernt worden. In der Havelstraße verlief die Bautrasse über längere Strecken hangparallel auf der Grenze der erhaltenen Kulturschicht entlang . Hier zeigte sie sich in größeren Befunden am Südrand der Bautrasse und in den Profilen . Dort waren auch die meisten bronzezeitlichen Befunde erhalten. An der Nordseite der Bautrasse in der Havelstrasse gab es keine Hinweise auf eine erhaltene Kulturschicht, da die Havelstraße dort in den Hang einterrassiert war. Im Wendenplan war die Kulturschicht im Bereich der Kuppe erhalten. Eine ähnliche Situation galt für den Weg Am Mühlenfeld. Aus der Spätbronzezeit ließen sich zahlreiche Gruben nachweisen (Fotobeilage 5). Somit ist für den gesamten Bereich des Sporns mit einer gut erhaltenen bronzezeitlichen Kulturschicht und bronzezeitlichen Befunden zu rechnen. Im Hangbereich sind diese teilweise aberodiert. In den eingetieften Wegen Weidenweg, Reihersteig und teilweise in der Nordhälfte der Havelstraße sind Fundschichten und Befunde durch den Straßenbau zerstört . Jedoch kann auf den angrenzenden Grundstücken von gut erhaltenen bronzezeitlichen Siedlungsstrukturen ausgegangen werden. In den ehemaligen Niederungsgebiet im Bereich Fischerwall und nördlicher Reihersteg war nicht mit Befunden zu rechnen, was sich auch bestätigen ließ. Von der slawischen Besiedlung zeugen wenige verlagerte slawische Scherben in den Aufschüttungen auf den ursprünglichen Niederungsboden im Bereich Fischerwall/Havelstraße. Im Westbereich der Havelstraße ließen sich keine Hinweise auf eine slawische Besiedlung finden. Es konnte keine Befunde, Kulturschichten noch Kolluvien aus der slawischen Zeit angetroffen werden. Eine intensive slawische Besiedlung des Sporns oder ein größerer Burgwall ist somit unwahrscheinlich, da auch am Hangfuß unter der mittelalterlichen Oberfläche keine slawischen Schichten vorhanden waren. Aus dem Mittelalter konnten drei eindeutige und ein vermutlicher Keller lokalisiert werden. In der Havelstraße im Hangbereich im Nordwesten haben sich mittelalterliche Schichten erhalten. Aus den älteren Beobachtungen und Untersuchungen waren etwa 17 Körpergräber bekannt, die aufgrund der Lage in der jetzt eindeutig nachgewiesenen Wüstung als mittelalterlich datiert werden. Am Westende existierte bis ins 19 Jh. ein Holzlagerplatz der über einen unbefestigten Weg erschlossen wurde. Diesem folgt die heutige Havelstraße. Er ließ sich an zahlreichen Stellen im Bereich der Havelstraße nachweisen. . Mit der Parzellierung ab 1932 kam es zu erhebliche Eingriffen. Am Westende wurde der Burgwall bzw. die Kuppe abgegraben. Die Straßen Weidenweg, Am Reihersteig und teilweise die Havelstraße sind bis zu 1 m in die Sandkuppe eingetieft worden. Somit sind dort neben der natürlichen Oberfläche auch die Fundschichten und Befunde zerstört. Jedoch gilt dies nicht für die angrenzenden Grundstücke. Zu den jüngsten Befunden gehörten zwei im Planum erfaßte Bombentrichter.

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6 Ergebnisse

6.1 Befunde

Eine neolithische Besiedlung ist trotz des Altfundes einer Steinaxt nicht vorhanden. Von der spätbronzezeitlichen Siedlung konnten weit über 100 Befunde untersucht werden. Neben einer Kulturschicht wurden zahlreiche Gruben dieser Epoche untersucht werden. Dabei trat typisches Keramikmaterial der späten Bronzezeit (P V) auf. Aus den Untersuchungen lassen sich Aussagen zur Erhaltung und Verteilung der Befunde treffen.
Bis auf die durch neuzeitliche Baumaßnahmen gestörten Bereiche war im gesamten Bereich eine bronzezeitliche Nutzung des Sporns nachweisbar. Dabei sind 92 Gruben angeschnitten worden. Bei 74 Stellen handelt es sich vor allem um zylindrische, homoge bzw. etwas gefleckte, mit hellgrauen bis braunen Sand verfüllte, teilweise nur schwer erkennbare und von der Kulturschicht schlecht trennbare Gruben, die als Vorratsgruben genutzt wurden. Diese bis zu 1,6 m im Durchmesser großen und bis zu 1 m tiefen Gruben bargen bis auf eine Stelle wenig oder gar kein Fundmaterial. Wahrscheinlich sind sie recht schnell nach deren Nutzung verfüllt worden, wobei wenig Abfälle und organisches Material mit hinein kam. Dies geschah in einem Zuge, was die häufig homogene Verfüllung belegt. Weitere 15 Stellen mit einer dunkelgrauen bis teilweise schwarzen Verfüllung, klaren Grenzen und mehr Fundmaterial können ebenfalls als Vorratgruben angesprochen werden. Sie wurden jedoch mit Siedlungsabfällen verfüllt, wodurch ein höherer organischer Anteil und damit eine dunklere Färbung zu Stande kam und die größere Fundmenge zu erklären ist.
Die bronzezeitliche Kulturschicht ließ sich in mehreren Profilen in der Havelstraße, dem Mühlenweg, im Wendenplan und im Mühlenfeld nachweisen.
Pfosten oder Hausstrukturen konnten nicht beobachtet werden, da diese eher im höher gelegenen Bereich des Sporns zu vermuten sind. Da die Havelstraße hangparallel verlief und von dort ein Großteil der Funde gemacht wurden, könnte man davon ausgehen das diese als Vorratsgrube interpretierten Befunde in den peripheren Teilen der Siedlung lagen.
An Fundmaterial ließ sich aus den Gruben und der Kulturschicht vor allem Keramik bergen. Weiterhin waren seltener Tierknochen erhalten und dann meist in einem recht schlechten Zustand. Den Hauptteil der Keramik bildet unverzierte Siedlungsware, die meist in kleinen Fragmenten erhalten war. Aus einigen Gruben und auch aus der Kulturschicht ließen sich aber auch größere Gefäßfragmente und verzierte Scherben bergen. So fanden sich im Profil 84 in der Kulturschicht mehrere Fragmente einer großen Terrine mit steilem Hals, konischem, gerauhten Unterteil und senkrechte Rillen auf der Schulter. Aus der Grube 78 stammen zwei halbe Miniaturgefäße. An Verzierungen fanden sich vor allem Dellen, Rillen, Glättstreifen und Turbanränder. Interessant ist ein Fragment eines Miniaturgefäßes, daß aus graphithaltigen Ton hergestellt zu sein scheint. Die Keramik datiert ausnahmslos in die späte Bronzezeit P V.
Trotz der den gesamten Sporn betreffenden, Eingriffe konnte eine slawische Nutzung nicht belegt werden. Selbst am Hangfuß in der Havelstraße unter der dort erhaltenen mittelalterlichen Oberfläche, in Nähe des vermuteten Burgwallstandortes waren keine slawischen Schichten nachweisbar. Eine slawische Besiedlung des Sporns ist, wenn überhaupt, nur als sehr kleinräumig anzunehmen. Es konnte somit weder ein slawischer Burgwall noch eine slawische Besiedlung nachgewiesen werden.
Einen besonderen Fund stellt der bronzene Fingerring dar, der um 1934 beim Zaunsetzen im Grundstück Reihersteig Nr. 1 gefunden und von einer Anwohnerin als Einzelfund übergeben wurde. Der gegossene, edelpatinierte Ring hat einen runden Querschnitt, der zu den etwas übereinandergelegten Enden abnimmt. Derartige Ringe sind aus zahlreichen spätslawischen Körpergräbern in unterschiedlicher Größe bekannt. Aber auch eine mittelalterliche Datierung ist bei dieser schlichten Zweckform möglich. Allerdings fehlen dazu nähere Parallelen. Er dürfte spätslawisch/frühdeutscher Zeitstellung sein.
In einer Karte von 1732 ist am Ende des Sporns ein Burgwall eingetragen. Dieser wurde, wie oben erwähnt, 1934 bei der Parzellierung vollständig abgetragen. Dabei wurde neben slawischer und frühdeutscher Keramik zwei Pfeilspitzen und ein Reitersporn gefunden, sowie Pfosten und Herdstellen beobachtet. Im Rahmen der vorliegenden, den gesamten Sporn umfassenden Untersuchungen trat kein einziger slawischer Befund auf. Lediglich aus neuzeitlich umgelagerten Material konnten wenige slawische Scherben aus dem Profil 164, über dem ursprünglichen Niederungsboden, im Bereich Fischerwall/Havelstraße geborgen werden. Von wo dieses Material stammte, ist unbekannt. Eine Herkunft vom abgegrabenen Burgwall könnte vermuten werden.
Von großer Bedeutung sind die mittelalterlichen Befunde. Eine bisher unbekannte Wüstung konnte belegt werden.
Die ersten beiden Keller wurden im Bereich der Havelstraße durch die Abwassertrasse angeschnitten. Somit konnten sie nur in einen kleinen Ausschnitt untersucht werden. Bei Stelle 97 wurde der Eingangsbereich des Kellers freigelegt. Es handelte sich um einen abgebrannten Holzkeller mit einem getreppten Zugang im Süden. Dieser konnte anhand der verkohlten hölzernen Reste im Planum als auch in den angrenzenden Profilen dokumentiert werden. Dabei handelte es sich um hölzerne Stufen von 1,6 m Breite, von denen sich verkohlte Reste erhalten hatten. Eine Stufe wurde vom Südprofil 93 I – J erfaßt. Eine weitere lag wohl etwas oberhalb des Planum. Von einer dritten waren im Planum die Wangen zu erkennen. Am Nordrand des Planums zeigte sich die südliche Kellerwand. In dieser hatte sich eine hölzerne Tür, von der noch ein eisernes Scharnier und ein eiserner Nagel geborgen wurde (Fotobeilage 14), befunden. Der eigentliche Keller dürfte, noch weitestgehend ungestört nördlich der Schmutzwassertrasse unter der Havelstrasse liegen. Aus der Verfüllung stammte graue Irdenware des 13. Jh.. Der zweite Keller (Stelle 100) wurde durch die Bautrasse einmal längs der Nordwand geschnitten. Es handelte sich um einen ca. 4,5 m langen, hölzernen Keller, welche wie Keller 97 durch einen Brand zerstört wurde. Anhand verkohlter Reste konnte der Aufbau rekonstruiert werden. Der Keller besaß einen Schwellbalkenkranz auf dem Boden, etwa 1,8 m unter heutiger Geländeoberkante. Auf diesem standen die Eckpfosten, von denen einer freigelegt werden konnte . Senkrechte Spaltbohlen, die von außen gegen den Schwellbalkenkranz gesetzt waren, dienten als Wand. Als Bauholz diente ausschließlich Eichenholz. Die verkohlten Reste der Schwellbalken und des Eckpfosten ermöglichten die eindeutige dendrochronologische Datierung des Bauholzes in die Jahre 1257/58. In den Kellerraum war der Brandschutt der Kellerdecke und des darüber stehenden Hauses gestürzt. Die Verfüllung enthielt zahlreiche Funde des 13. Jh., darunter eine größere Menge grauer Irdenware, einen kleinen Beschlag aus Bronzeblech mit zwei Resten von Eisennieten, ein eisernes Scharnier , wohl von einer Kiste (Fotobeilage 18 unten), ein Schlackekuchen eines Schmiedefeuers, weitere Eisenfragmente, Tierknochen und eine große Anzahl gebrannten Lehm , teilweise recht große Stücke mit Abdrücken vom zugehörigen Fachwerk. Somit stand über dem Keller 100 ein Fachwerkhaus unbekannter Größe. Ähnliche Keller sind schon aus verschiedenen brandenburgischen Städten bekannt. So wurde nahe der Nicolaikirche in Alt-Berlin ein 3,5 x 4 m großer und 1,6 m tiefer Keller eines Fachwerkhauses aus der 1. Hälfte des 13. Jh. ergraben. Ein weiterer Keller wurde im Hohen Steinweg 15 gefunden. Dieser maß 4 x 4,5 m, war 1,8 m tief, stammte aus dem 2. Viertel des 13. Jh und gehörte auch zu einem Fachwerkhaus. Auch in Alt Cölln in der Breiten Straße 21 – 29 konnten Keller gleicher Bauart entdeckt werden. Weitere Beispiele gibt es in Kyritz , in Spandau , in Potsdam , in Beeskow , Cottbus und Liebenwalde . Diese Aufzählung ist bei weiten nicht vollständig, doch fällt auf, daß Belege aus dörflichem Kontext fehlen. Ein dritter Keller konnte mit der Stelle 160 im Weg Am Mühlenfeld dokumentiert werden. Er wurde ähnlich wie Stelle 100 längs angeschnitten. Dieser Keller gleicht dem Keller Stelle 100 in seinen Ausmaßen von 4,5 m Länge und im Aufbau. Sein Kellerboden lag in einer Tiefe von ca. 1,5 m. Da er jedoch nicht einer Brandkatastrophe zum Opfer fiel , war die Erhaltung der Baustrukturen weitaus schlechter. Er besaß ebenfalls Eckpfosten. Die Schwellenbalken waren nicht erhalten. Spuren von den Spaltbohlen, welche die Wände absteiften, hatten sich erhalten. Es konnten auch Spatenspuren dokumentiert werden, welche wohl von der Herstellung der Baugrube stammen. Dieses wurde auch bei einem Keller in Berlin beobachtet. Aus der Verfüllung der Keller stammte neben grauer Irdenware , teilweise mit Teerspuren, eine rechteckige eiserne Gürtelschnalle und ein eiserner Scharnierbeschlag. Da rechteckige Gürtelschnallen zeitlich indifferent sind, läßt sich dieses Exemplar nach I. Heindel nur allgemein ins Hochmittelalter stellen. Um einen weiteren Keller könnte es sich bei der Stelle 126 handeln. Während des Baues einer Fäkaliengrube im Grundstück Reihersteig 2 wurde ein bis 2 m tiefer, dunkler Befund angeschnitten aus dem zahlreiche mittelalterliche Scherben stammen.
Faßt man diese Ergebnisse zusammen, läßt sich die Struktur einer mittelalterlichen Dorfwüstung erkennen. Das Dorf erstreckte sich im gesamten Bereich des Sporn einschließlich des Fundplatzes Birkenwerder 8. Eventuell deuten die Kellerstandorte auf eine nördliche und eine südliche, ost - west orientierte Gehöftzeile. Dazwischen befand sich der Dorffriedhof (Altfunde zwischen Weidenweg und Wendenplan). Die Struktur erinnert an ein dem Relief angepaßtes Angerdorf. Da keine Überschneidungen oder verschiedene Bauphasen beobachtet werden konnten, kann von einer kurzen Nutzungsphase ausgegangen werden. Diese Umstände, sowie die geringe Entfernung zum heutigen Birkenwerder, legen nahe, daß es sich hier um die Gründung "Bergkenwerder" handelt. Die Datierung der Errichtung des Kellers in das Jahr 1258 und die kurze Nutzungsdauer datiert die Gründung des Dorfes in die Mitte des 13. Jh. Erst ca. 100 Jahre später taucht der Ort in den historischen Quellen auf. Wahrscheinlich erwies sich die zwar fortifikatorisch vorteilhafte, aber etwas abseits der Feldmark befindliche Dorflage nach der Konsolidierungsphase als unzweckmäßig. Deshalb wurde sie im 14. Jh. etwas nach Osten, an den Brieseübergang, der wichtigen Handelsroute zwischen Berlin und den mecklenburgischen Städten und der Ostsee, verlagert. Daß sich dieser Vorgang nicht in den Quellen wiederspiegelt, liegt in der allgemein für diese Region sehr dünnen Quellenlage aus dem 13. und 14. Jh. begründet. Das Phänomen der Ortsverlagerung im hohen Mittelalter ist auch von anderen Orten bekannt. So gibt es im Barnim und Märkischen Oderland vier Beispiele , bei denen wohl eine zunehmende Vernässung der Wirtschaftsflächen mit die Ursache war. Aus der Niederlausitz sind sogar 10 Beispiele bekannt.
Mittels zahlreicher Profile konnten Aussagen zur Landschaftsgenese und zum ehemaligen Relief gemacht werden.
Da das Gelände bis zur Parzellierung weitestgehend als Feld genutzt wurde sind neuzeitliche Befunde im Straßenraum eher selten.

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(Ph. Bach, Th. Hauptmann, U. Weiß 2005)



PROJEKTBEZEICHNUNG: Baubgegleitende Dokumentation
Neubau Ortsentwässerung Havelstraße, Am Mühlenfeld, Weidenweg, Wendenplan, Reihersteig, Fischerwall

AUTOREN: Ph. Bach, Th. Hauptmann, U. Weiß
BAUHERR/AUFTRAGGEBER: Abwasserzweckverband Fließtal
UNTERSUCHUNGSZEITRAUM: 30.09.2004 - 22.04.2005
ARCHIVNR. DES BLDAM: PRH2004-158
INVENTARNR. DES BLDAM: 2004:1284

© BAB Hauptmann + Bach GmbH 2011

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Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Plan 1: Aktuelle topographische Karte (TK 10, Blatt Nr. 3345 NW, NO)

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Plan 2: Historische topographische Karte (Urmesstischblatt Nr. 1764 von ca. 1840)

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Plan 3: Historische geologische Karte (geognostische Karte Abt. 44, Blatt 24)

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Plan 4: Verbreitung bronzezeitlicher Fundplätze (Grundlage: geognostische Karte Abt. 44, Blatt 24, eigene Aufnahmen)

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Plan 5: Verbreitung mittelalterlicher Fundplätze (Grundlage: geognostische Karte Abt. 44, Blatt 24, eigene Aufnahmen)

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Arbeitsfoto, während der Arbeiten in der Havelstraße

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Arbeitsfoto, Untersuchung eines mittelalterlichen Holzkellers im Wendenplan

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Fläche mit bronzezeitlichen Gruben

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Bronzezeitliche Grube im Planum

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Bronzezeitliche Grube im Profil

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Bronzezeitliche Grube im Planum

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Bronzezeitliche Grube im Profil

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Bronzezeitliche Gefäßscherben

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Arbeiten an Keller Stelle 100

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Arbeiten an Keller Stelle 100

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Arbeiten an Keller Stelle 100

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Verbrannter Holzkeller Stelle 100 im oberen Planum

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Verbrannter Holzkeller Stelle 100 im Planum

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
Verbrannter Holzkeller Stelle 100 im Profil

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
bronzener Fingerring (Lesefund)

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
eiserne Schnalle, mittelalterlich

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
mittelalterliche Keramik, Kugeltopf


Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
mittelalterliche Keramik

Ausgrabung Birkenwerder Havelstrasse
mittelalterliche Keramik


7 Literatur:
Corpus Archäologischer Quellen zur Frühgeschichte Band III (1979).
E. Dahlenburg: Birkenwerder 1355-1955 (1955).
M. Dörnenburg: Birkenwerder, ein historischer Spaziergang (1996).
S. Eickhoff: Aus verschütteten Kellern geborgen. Ausgrabungen zur frühen Stadtgeschichte in Cottbus, Archäologie in Berlin und Brandenburg 1993 – 1994, S. 150 – 152, (1995).
H. Geisler und K. Grebe: Poztupini – Poststamp – Potsdam. Ergebnisse archäologischer Forschungen; 1993.
Jerchel 1939, 95.
I. Heindel: Riemen- und Gürtelteile im westslawischen Siedlungsgebiet, Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte der Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg, Band 23, 1990.
J. Henker: Archäologische Dorfkernuntersuchung in den Landkreisen Barnim und Märkisch – Oderland und ihre Aussagen zur hochmittelalterlichen Ostsiedlung, Magisterarbeit an der Humboldt Universität zu Berlin, 2004.
N. Hensel: Achthundert Jahre auf siebenhundert Quadratmeter. Siedlungsbefunde in der Altstadt Kyritz; Archäologie in Berlin und Brandenburg 1999, S. 112, (2000).
J. Herrmann: Katalog der vor- und frühgeschichtlichen Burgwälle, (1960). J. Herrmann: Siedlungsschichten und Reste von Berliner Bürgerhäusern von der Stadtgründung bis zum 14. Jh. am Hohen Steinweg und an der Rathausstraße; Zeitschrift für Archäologie 21; S. 193 – 226; (1987).
L. Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil IV Barnim; (1980).
M. Hoffmann und F. Röner: Vom Stabbohlenhaus zum Haus der Wirtschaft; Ausgrabungen in Alt Cölln Breite Straße 21 – 29; Beiträge zur Denkmalpflege in Berlin 14; (2002).
F. Horst: Die jüngere Bronzezeit im Havelgebiet, Katalog Band III/IV, ungedruckte Dissertation (1965).
F. Horst: Jungbronzezeitliche Formenkreise im Mittelelb – Havel Gebiet; Jahreszeitschrift Mitteldeutsche Vorgeschichte, Band 56, S. 97 – 165, (1972).
A. v. Müller: Edelmann...Bürger, Bauer, Bettelmann. Berlin im Mittelalter; (1979).
H. Seyer: Ein mittelalterliches Haus vom Vorplatz der Berliner Nicolaikirche; Ausgrabung und Funde 29; S. 92 – 94; (1984).
Th. Schobert: Ein mittelalterlicher Keller in Ständerbauweise aus Beeskow, Archäologie in Berlin und Brandenburg 1990 – 1992, S. 86 – 87, (1995).
www.birkenwerder.com: zusammengestellt von Jürgen Pfennig