Freyenstein (OPR)

Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Freyenstein, Lkr. OPR, Anlage des Profils durch den Burggraben





2 Allgemeines

Im Bereich der Stadtwüstung Freyenstein wurde als Auftakt zur Einrichtung des Archäologischen Parks im Jahre 2007 zunächst ein geophysikalisch lokalisierter Feldsteinkeller freigelegt und mit einem Schutzbau versehen (Dokumentation PRH2007-077). Drei weitere sondierte Keller wurden im Gelände oberflächig gekennzeichnet und beschildert. Die Eröffnung des ersten Bauabschnittes erfolgte im Sommer 2007. Gegenstand der vorliegenden Freilegungen für die Präsentation im Rahmen des zweiten Bauabschnittes 2010 ist die geomagnetisch lokalisierte Burgstelle sowie die zum ehemaligen Marktplatz führenden Straßen.

Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Geomagnetischer Plan mit den eingeblendeten Untersuchungsflächen

 

Gegenstand der Untersuchungen 2009/2010 war diese, durch Th. Schenk geomagnetisch lokalisierte Burgstelle mit der Vorburg (Maßnahme A) und das Umfeld des 2007 freigelegten Feldsteinkellers (Maßnahme B).
Im Bereich der Burg (Maßnahme A) wurde der Burggraben mit zwei Baggerschnitten (Fläche A1 und A4) im Profil vollständig aufgeschlossen. Ein weiterer Sondageschnitt (A2) wurde mittig über die gesamte Burgfläche vom Gehwegrand des Warnsdorfer Weges im Norden bis südlich des Vorburggrabens angelegt. Hier wurde das Profil in ganzer Länge aufgenommen, der Burggraben im Planum und der Vorburggraben im Planum und im Profil dokumentiert. Innerhalb des Burggrabens wurden zwei Teilflächen mit geomagnetischen Anomalien aufgedeckt und im Planum dokumentiert (Flächen A5 und A6).
Der Zugangsbereich in die Vorburg wurde mit der Fläche A3 geöffnet und im Planum dokumentiert. Der Vorburggraben wurde hier erneut geschnitten und im Profil dokumentiert.
Aufgrund der Befundlage im Burgbereich wurde das Untersuchungsprogramm im Bereich der Straße zum Markt (Maßnahme B) auf einen straßenquerenden Sondageschnitt reduziert.
Die parallel zum westlichen Burggraben verlaufende Pflasterstraße wurde während der Arbeiten in das Untersuchungsprogramm aufgenommen und auf einer Länge von 10 m freigelegt und dokumentiert.
Alle nicht vollständig untersuchten Befunde wurden mit Geotextil und ca. 20 cm Boden abgedeckt.

 

Das Projekt des Archäologischen Parkes Freyenstein ist eingebettet in das Konzept der Zentralen archäologischen Orte des BLDAM, das die fachliche, museale und touristische Erschließung von kulturgeschichtlich besonders bedeutenden Bodendenkmalen in der Prignitz beinhaltet. Hier ist die Einrichtung eines archäologischen Pfades geplant, dessenöstlichste Station die Stadtwüstung Freyenstein mit dem Archäologischen Park bildet. Weitere Stationen neben Freyenstein sind das Schloß Meyenburg, der Teufelsberg bei Wolfshagen, das Königsgrab bei Seddin, das Großsteingrab von Mellen und die Burg von Lenzen.

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3 Kenntnisstand

3.1 Historische Quellen

Über die nur etwa ein Dreivierteljahrhundert genutzte, heutige Stadtwüstung Freyenstein gibt es nur sehr spärliche historische Nachrichten. Die 1263 als markgräflicher Urkundsort ersterwähnte Stadt Vriegenstene wurde vermutlich um oder kurz nach 1200 angelegt. Sie war als Grenzort zwischen den Brandenburger Markgrafen und den mecklenburgischen Landesherren ständig umstritten. Da Freyenstein in der im Zuge des hochmittelalterlichen Landesausbaus durch die Havelberger Bischöfe neu geschaffenen Terra Wittstock lag, werden diese als Stadtgründer angesehen (Plate 1989, 210). Die ursprünglich dem Bischof zu Havelberg gehörende Stadt wurde 1274 erneut an die mecklenburgischen Herren zu Werle belehnt, nachdem es ihnen gewaltsam von den Markgrafen zu Brandenburg entrissen worden war. Jedoch taucht der Ort bereits 1276 wieder als markgräflicher Urkundsort auf, was auf eine militärische Rückeroberung durch die Brandenburger schließen lässt. 1287 wird der durch Kriege mehrfach zerstörte und seiner Rechte verlustig gegangenen Stadt durch die Markgrafen Otto IV und Konrad das Recht zum Wiederaufbau und das erneute Stadtrecht an Rat und Bürgerschaft verliehen. Im Zuge dessen entstand die Stadt an der heutigen Stelle neu. 1295 wird der Platz der alten Stadt mit allen Hausgrundstücken und dem dazugehörigen Land den Bürgern der nun in der nahe gelegenen Niederung errichteten Stadtübereignet (Enders 1997, 217).

Die neue Stadt Freyenstein besitzt mehrere bedeutende Burg- und Schloßanlagen, die sich seit Anfang des 14. Jhs. im Bereich einer Wasserburg am Rande der neuen Stadt entwickelt haben. Heute noch vorhanden sind neben einem Festen Haus aus dem Ende des 15. Jh. die Reste eines bedeutenden Renaissanceschloßes mit repräsentativem Bauschmuck, der auf das Jahr 1556 zurückgeht.

 

Urmesstischblatt von 1839

 

Für die alte Stadt Freyenstein, also für den Zeitraum des 13. Jhs., gibt es aus den Schriftquellen keinerlei Hinweise auf das Vorhandensein einer Burg. Die geomagnetische Kartierung ergab überraschenderweise im Norden der Stadtwüstung, wo heute der Warnsdorfer Weg die alte Stadt tangiert, eine quadratische Grabenanlage. Derartige Grabenanlagen sind typisch für kleine, mittelalterliche Adelsburgen in Brandenburg. Schon aus diesem Befund der geophysikalischen Kartierung kann die Existenz einer Burgstelle in der alten Stadt geschlussfolgert werden.

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3.2 Archäologische Quellen

Nach Zufallsfunden bei Kabelverlegearbeiten fanden in den Jahren 1982 bis 1987 umfangreiche Ausgrabungen durch das Museum Potsdam auf der Stadtwüstung statt. Dabei wurden in drei Teilflächen drei Holzkeller und vier Keller aus Feldsteinmauern mit teilweise abgeknickten Eingangsrampen oder –treppen und zahlreiche weitere Befunde freigelegt.
In den Jahren 2000 bis 2005 wurde die Stadtwüstung durch Th. Schenk von der HTW Berlin vollständig geophysikalisch untersucht. Die akribische Begehung mit einer Förstersonde ermöglichte die Erstellung eines stadtplanähnlichen Magnetogramms. Daraus ablesbar ist die regelmäßige Anordnung von Steinkellern an rechtwinklig auf den zentralen Marktplatz zulaufenden Straßen, eine randlich gelegene, grabenbewehrte Burgstelle und eine umlaufende Stadtbefestigung durch eine Wallgrabenanlage (Plate, Schenk 2004).
In den Jahren 2002 und 2005 wurden verschiedene Sondagen angelegt, um den Erhaltungs- und Gefährdungsgrad der archäologischen Substanz zu verifizieren. Danach befinden sich in Teilen der ehemaligen Stadt die historischen Oberflächen nur wenige Dezimeter unter der heutigen Geländeoberkante, während in anderen Bereichen die alte Oberfläche und die Befunde bis in eine Tiefe von 0,7 m zerstört sind.

Die Ergebnisse seiner Forschungen wurden durch Th. Schenk im Jahre 2009 in der Monografie "Die Altstadt von Freyenstein" veröffentlicht.

Bei der Freilegung des Feldsteinkellers für die Präsentation unter dem Schutzbau wurden 2007 die Reste von zwei mittelalterlichen Kellern entdeckt (Hauptmann, Henker 2007 a und b).

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4 Bodenbedingungen

Der anstehende Boden innerhalb der Grabungsfläche wird durch helle Schwemmsande und den darüber liegenden festen ockerfarbenen Lehm der Grundmoräne gebildet, der sehr viele Geschiebe enthält. Der obere Bereich dieser Schicht bestand aufgrund periglazialer Einflüsse im Wesentlichen aus sandigem gelbgrauem Schluff. Darüber lagert der Verbraunungshorizont, der aufgrund der leichten Hanglage von Südwest bis Nordost in seiner Mächtigkeit von 0,1 m auf 0,4 m Stärke zunimmt. Eine kolluviale Zunahme dieser Schicht scheint möglich.über dem Verbraunungshorizont befindet sich die 0,3 bis 0,4 m starke Pflugschicht, die teilweise durch eine deutliche Kappungsgrenze aufgrund des Pflügens des Ackers vom darunter liegenden Schichtpaket getrennt war.

Das Grabungsgelände wie auch das gesamte Areal der Altstadt Freyenstein befinden sich auf einem grundwasserfernen Standort auf der Hochfläche der Grundmoräne (Plan 1). Schichtenwasser steht laut dem Baugutachten erst in 2,5 m Tiefe an. Das nächstgelegene Oberflächengewässer ist die an der Nordostseite der Stadtwüstung zwischen Altstadt und Neustadt entlang fließende Bäk (Plan 1), die westlich des Ortes entspringt. Nördlich und westlich der Altstadt befindet sich eine sumpfige Niederung, in der die heutige Stadt Freyenstein liegt. Somit stellt sich das gesamte Stadtgebiet als trockener Standort dar, die genannten Oberflächengewässer befinden sich außerhalb der Stadtbefestigung.

Die Fläche der Burgstelle fällt, wie das durch Th. Schenk durchgeführte Feinnivellement zeigt, nach Norden leicht ab. Dabei stellt der nördlichste Teil am heutigen Warnsdorfer Weg den tiefsten Punkt der gesamten Stadtwüstung dar.

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5 Befundlage und Erhaltungsbedingungen, Stratigraphie

Die Erhaltungsbedingungen auf dem untersuchten Teil der Stadtwüstung sind generell uneinheitlich als gut bis mäßig einzustufen, da das Areal aufgrund der seit 700 Jahren ununterbrochenen Beackerung partiell starker Bodenerosion ausgesetzt war. Aufgrund des Pflügens bis in ca. 30 cm Tiefe konnten sich nur ausnahmsweise alte Oberflächen bzw. aufgehende Baustrukturen erhalten. Bodeneingriffe durch Baumaßnahmen, wie auf anderen Teilen der Stadtfläche (Schule, Sportplatz), waren hier glücklicherweise nicht zu konstatieren.

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6 Ergebnisse

Während der Kampagne wurden 77 Stellen vergeben. Dabei handelt es sich um 42 archäologische und 35 technische Stellen. In insgesamt 9 Teilflächen und 26 Profilen wurden der mittelalterliche Burggraben, der Vorburggraben, Straßenpflasterungen, ein Straßengraben, ein Feldsteinbrunnen, ein Grubenhaus und ein Keller angesprochen, ein Eisendepot und zahlreiche Eingrabungen wie Gruben und Pfostenstandspuren freigelegt und dokumentiert. Weiterhin konnten einige urgeschichtliche Gruben nachgewiesen werden.

6.1 Befunde

Urgeschichtliche Besiedlung:

In Fläche A2 wurden einige, schlecht erhaltene Siedlungsgruben freigelegt, die eine Nutzung der Niederungsrandlage in ur- und frühgeschichtlicher Zeit als Siedlungsplatz belegen. Das sehr geringe Fundmaterial ist eindeutig vorslawisch, kann aber nur allgemein in die Bronze- bis Eisenzeit datiert werden.

Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Urgeschichtliche Keramik von der Stadtwüstung  

 

Der Burggraben:

 

Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Plan 16: Befundplan, Detail, Torsituation des Vorburggrabens in Fläche 6 (A3)

 

Die nahezu quadratische Burgstelle wurde durch einen ca. 5,5 m tiefen (von heutiger GOK) und ca. 12 m breiten Graben umgeben. Der Graben wurde in den Flächen A1 und A4 mit je zwei Profilen dokumentiert. Die Stratigraphie der Grabenverfüllung erlaubt eine interpretative Rekonstruktion der Nutzungszeit der Burgstelle. Die Profile des Burggrabens in den beiden Teilflächen spiegeln einen vergleichbaren Ablauf der Nutzung und Verfüllung des Burggrabens wieder. Die Grabenform selbst weist leichte Unterschiede auf. Während der Graben im Westen (A1) als Spitzgraben ohne Sohle mit einer tiefsten Stelle bei 84,80 m ausgeführt war, wies der Graben im Osten (A4) bei einer Höhe von 83,2 m eine ebene, ca. 2 m breite Sohle auf. Die Böschungsneigungen betrugen jeweils etwa 45 Grad. Die Höhe der Grabensohle lag im Osten der Burgstelle etwa 2 m tiefer als im Westen. In allen Profilen wurde deutlich, daß der Graben nach seiner Herstellung nur sehr kurze Zeit (wenige Wochen bis Monate) vollständig offen gewesen sein kann. Schluffig-tonige Straten wurden durch versickerndes bzw. langsam abfließendes Niederschlagswasser abgelagert. An keiner Stelle kam es zur Bildung organogener Sedimente, wie sie in einem lange offen stehenden Graben zwingend zu erwarten wären. Während der Grabungszeit wurde dagegen im Verlaufe eines Starkregenereignisses ein Sedimentpaket von 0,3 m Stärke abgelagert. Nach einer anfänglich starken Erosion des Grabens unmittelbar nach seiner Anlage kam es zu mehreren Verfüllungsereignissen und mindestens einer Instandsetzung, die in allen Profilen erkennbar sind. In allen Profilen war erkennbar, daß der burginnenseitig eingefüllte Boden tendenziell stärker humos war, als das von außen in den Graben eingebrachte Material, das fast vollständig steril war. Auch befanden sich in den von der Burginnenfläche aus eingebrachten Erdmassen gelegentlich Feldsteine. Diese waren unbearbeitet und wiesen keinerlei Mörtelanhaftungen auf, so daß sie nicht einem abgebrochenen Gebäude zugeordnet werden können. Insgesamt enthielt die Grabenverfüllung nur sehr wenig Fundmaterial. Funde, die auf Kampfhandlungen hindeuten, fehlen vollständig. Die fast vollständige Verfüllung des Grabens hinterließ einen 1-2 m tiefen Restbefund, der dannüber längere Zeit zusedimentierte. Die Mehrzahl der Fundstücke aus der Grabenfüllung stammt aus diesem,über einen längeren Zeitpunkt langsam entstandenen Sediment. Die vollständige Einebnung der Reste der Burganlage muß noch in mittelalterlicher Zeit erfolgt sein, da jüngere Funde nur in dem darüberliegenden Ackerhumus angetroffen wurden. Hier liegt es nahe, die Einebnung mit der Planierung der Stadt in den 1290er Jahren in Verbindung zu bringen. Für die Feststellung des Anlagezeitpunktes der Burg kann das spärliche Fundmaterial nicht genutzt werden. In den Verfüllschichten fanden sich hin und wieder geringe Holzkohlereste, die en bloc geborgen und dendrodatiert wurden. Bis auf eine Probe aus Profil 69 wiesen sie zu kurze Jahrringsequenzen auf. In Profil 69 in Fläche A4 wurde dichtüber der Sohle des wiederhergestellten Grabens der Rest eines verkohlten Eichenholzes geborgen, das ein sicheres Fälldatum im Winter 1252/1253 aufwies. Danach kann der Wiederherstellungszeitpunkt des Grabens in die Zeit um bzw. nach 1253 datiert werden. Wie lange das Holz bereits in Gebrauch war, ob es sich um ein Bau- oder anderes Konstruktionsholz handelt, ist nicht feststellbar. Es ist also durchaus möglich, daß die Zerstörung, der die Anlage des Grabens voranging, erst Jahre oder Jahrzehnte später erfolgte, vielleicht im Zusammenhang mit dem 2007 nachgewiesenen Zerstörungshorizont nach1276. Die Existenz und der Verlauf eines nördlich, im Bereich der heutigen Pflasterstraße vermuteten Burggrabens konnte durch den Sondageschnittt nicht bestätigt werden. Der bis an die 2009 ohne archäologische Begleitung hergestellte Gehwegbefestigung geöffnete Grabungsschnitt erbrachte keinerlei Hinweise auf einen hier verlaufenden Graben. Entweder wurde die am Niederungsrand gelegene Burgstelle nur durch einen U-förmigen Graben geschützt oder der nördliche Burggraben verlief im Bereich der Straße bzw. der nördlich angrenzenden Scheunen. An diesen fehlen allerdings die typischen Setzungsrisse, wie sie für solche, in historischen Stadtkernen häufigen Situationen vonüberbauten Gräben typisch sind.

 

Die Burginnenfläche:

Derüber die gesamte Burgstelle verlaufende, 100 m lange Sondageschnitt erbrachte nur wenige, unbedeutende Grubenbefunde des Mittelalters. Sie belegen aber zumindest die Konstanz der Geländeoberfläche, so daß eine intensive Nutzung der Burginnenflächen ausgeschlossen werden kann. Die beiden, im Magnetogramm erkennbaren Anomalien wurden im Planum freigelegt. Bei der Anomalie in Fläche A6 handelt es sich um ein kleines, nur ca. 6 qm großes und unter der Ackerschicht noch ca. 0,5 m tiefes Grubenhaus mit mindestens 4 Pfosten. Die Verfüllung des Grubenhauses besteht aus Brandschutt. Die Entfernung des Grubenhauses zum Rand des Burggrabens betrug auf Planumshöhe weniger als einen Meter. Beide Befunde können nicht zeitgleich existiert haben.

Der Feldsteinbefund in Fläche A5 konnte als Feldsteinbrunnen identifiziert werden. Der bis wenige cm unter die heutigen GOK erhaltene Brunnen wies einen inneren Durchmesser von ca. 2,5 m auf. Er befindet sich nur wenige Meter von dem vermutlichen Verlauf des Burggrabens entfernt. Auch hier ist eine gleichzeitige Existenz des Brunnens und des Burggrabens kaum denkbar.

Am Nordrand der Burginnenfläche wurde im Wurzelballen eines modernen Straßenbaumes eine flache Grube untersucht, die eine große Menge Eisengegenstände (Geräte, Waffen, Werkzeuge, Bau- und sonstige Beschläge) enthielt. Bei dem Depotfund handelt es sich anscheinend um Material, das aus dem Brandschutt eines zerstörten Gebäudes gesammelt wurde und den metallenen Hausrat vermutlich nur eines Haushaltes repräsentiert. Dafür spricht die Einzahl der zahlreichen, unterschiedlichen Werkzeuge und Geräte (siehe Kapitel Funde).

Vor dem Hintergrund der Grabungsergebnisse muß die Burgstelle von Freyenstein als temporäre Anlage eingeschätzt werden, die nur kurze Zeit bestand und auf der Innenfläche keine Spuren einer zeitgleichen Nutzung aufwies. Es fanden sich weder Hinweise auf einen Zugang noch auf die Existenz einer Plateau- oder Wallschüttung.

 

Der Vorburggraben:

Der Vorburggraben wurde an zwei Stellen (Fläche A2 und A3) im Profil untersucht. Er wies Tiefen von 2,5 bis 4 m und eine Breite von ca. 6 m auf. Die teilweise homogene, sterile Verfüllung legt relativ kurzfristige Verfüllungsereignisse des Grabens nahe. Neben der fortifikatorischen Bedeutung kann hier eine Funktion als Entwässerungsgraben vermutet werden. Im Bereich des Durchlasses zur Vorburg wurden geringe Reste einer Straßenpflasterung nachgewiesen. Diese verlief auf einer Erdbrücke im Vorburggraben. Nach den freigelegten Teilen bildeten die beiden Grabenenden hier eine zangentorartige Verengung von 4,0 m Breite. Die Erdbrücke durchquerte den S-förmig geschwungenen Graben in einem Winkel von ca. 45 Grad. Direkt neben dem inneren Grabenrand westlich des Durchlasses wurden zwei mittelalterliche Grubenbefunde nachgewiesen. Dicht außerhalb, nur wenige Meteröstlich des Durchlasses wurden zwei große technische Anlagen freigelegt, die auch im Magnetogramm deutlich sichtbar sind. Die langovalen Befunde enthielten Brandschutt und zahlreiche kalottenförmige Schmiedeschlacken. Die wurden nur im Planum dokumentiert. Der Vorburggraben war in Fläche A2 ca. 2,5 m tief und ca. 7 m breit. Er wies,ähnlich wie der Burggraben eineüberwiegend hellsandige, fast fundfreie Primärverfüllung auf, die in mehreren Etappen eingebracht wurde. Aus dem Profil ist nicht ersichtlich, ob die Verfüllung von innen oder von außen vorgenommen wurde. Auch hier blieb nach der fast vollständigen Verfüllung ein Grabenrest von ca. 3 m Breite und 1,5 m Tiefe offen, der mit einem dunkelbraun-humosen Sediment gefüllt war. Diese, im Magnetogramm deutlich sichtbare Verfüllung verlief nicht mittig, sondern amäußeren, von der Burg abgewendeten Grabenseite. Der steril verfüllte Teil des Grabens ist im Magnetogramm dagegen als heller, nicht magnetisierter Bereich erkennbar (als Wallfläche interpretiert). Das Profil des Vorburggrabens unmittelbar am Durchlass in die Vorburg wies eineähnliche Stratigraphie auf. Hier war der Graben allerdings mit etwa 4 m Tiefe wesentlich tiefer und steiler abgeböscht als in Fläche A2. Wie in den Profilen des Burggrabens befand sich hierüber der Sohle ein Paket aus eingeschwemmten Sand- und Tonschichten, die von hellen Sandeinschüttungen und von geringen, ebenfalls eingeschütteten Humusstraten unterbrochen wurden. Der obere Bereich des nicht vollständig verfüllten Grabens enthielt ebenfalls ein sehr dunkles, humoses Sediment mit relativ hohem Fundaufkommen. In der unmittelbaren Nähe des Durchlasses befanden sich in dieser jüngsten Verfüllung zahlreiche Feldsteine. Anscheinend wurde in diesem Bereich nach der Teilverfüllung des Grabens die Straßenpflasterung entfernt und in den verbliebenen Graben verbracht. Aus dem Grabungsbefund kann keine Datierung des Anlage- und Verfüllungszeitpunktes des Vorburggrabens abgeleitet werden. Offen ist auch, ob der Vorburggraben zeitgleich zum Hauptburggraben angelegt wurde oder nicht. Der geschwungene Verlauf des Grabens im Bereich des Durchlasses nimmt deutlich Bezug auf zwei Feldsteinkeller. Dies bedeutet, daß die Gebäude, zu denen die Keller gehörten, zum Anlagezeitpunkt bereits existiert haben müssen. Feldsteinkeller sind aus Freyenstein jedoch erst aus einer zweiten Phase der Bebauung, einige Jahrzehnte nach Gründung der Stadt bekannt. Der Graben muss demnach in der bestehenden Stadt angelegt worden sein. Ebenso bereits vorhanden gewesen sein muss die gepflasterte Straße, die Bestandteil des gründungszeitlichen Straßensystems ist.

 

Die Straße innerhalb der Vorburg (Fläche A7):

Die in Fläche A7 auf einer Länge von 10 m freigelegte Straßenpflasterung erstreckte sich im Südwestenüber die abgesteckte Fläche hinaus. Aus diesem Grund wurde die Fläche hier um 3 m erweitert. Der bis auf eine mittige (durch den seinerzeit eingesetzten Bodenmeißel hervorgerufene) Fehlstelle hervorragend erhaltene Straßenbelag weist eine sorgfältige Randeinfassung mit einer Breite von 5,2 m und eine Felderung in ca. 1 m breite Segmente auf. Im Südosten setzt an diese Straßenpflasterung ein befestigter Seitenstreifen an, der möglicherweise die Fläche vor einem nahegelegenen Gebäude befestigt hat. Die Pflasterung befindet sich 0,2 bis 0,5 m unter der heutigen Geländeoberkante. Systemaisch angelegte Bohrstocksondagen zeigten, daß die Pflasterung direkt auf den anstehenden Boden aufgebracht wurde. Neben zahlreichen anderen Funden aus dem Straßenbereich wurde hier eine gut erhaltene Ringfibel (Fürspann) geborgen.

Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Fürspann, Fund vom Straßenpflaster
 

Die Fläche wurde nach Abschluß der Grabungen durch Th. Schenk nach Norden erweitert. Die Straße zum Marktplatz (Fläche B): In dem rechtwinklig zum vermuteten Verlauf der Straße angelegten Sondageschnitt wurde die nordwestliche Bauflucht mit einem verbrannten Holzkeller erreicht. Im Südosten wurde in 18 m Entfernung ein grabenartiger Befund von 2 m Breite angeschnitten, bei dem es sich um einen Straßengraben handeln könnte. Reste der Straßenpflasterung mit erhaltenen Randsteinen befinden sich 8,3 m vom Keller entfernt. Eine 4 m breite Straße angenommen, befand sich der nicht erhaltene Straßenrand ca. 4,3 m vom Gebäude entfernt. Die Pflasterung befindet sich in 20-30 cm Tiefe unter der Geländeoberfläche ohne jegliche Stratigraphie im Humus. Ebenso wie in Fläche A7 kann auch hier von einer stadtgründungszeitlichen, sorgfältigen Pflasterung der Straße ausgegangen werden. Die größeren Verluste durch die Beackerung führten hier jedoch zu einer fast völligen Zerstörung des Straßenbelages.

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6.2 Funde

Am Nordrand der Burgstelle kam im Zuge der Freilegungsarbeiten im Dezember 2009 ein bemerkenswerter Fundkomplex zu Tage. Dicht unter der Oberfläche fand sich eine größere Menge gut erhaltener Eisengegenstände. Alle der etwa 200 Objekte des Depotfundes wiesen Spuren von Feuereinwirkung auf. Wahrscheinlich handelt es sich bei den Gegenständen um Material, das aus den niedergebrannten Resten eines oder mehrerer nahegelegener Gebäude zur Wiederverwendung ausgelesen und in der Nähe vergraben wurde. Später gerieten die Gegenstände in Vergessenheit. Mit dem Eisendepot von Freyenstein liegt ein bislang in Brandenburg und weit darüber hinaus einmaliger Fundkomplex vor, der einen einzigartigen Blick auf den Alltag der Stadt Freyenstein am Ende des 13. Jh. erlaubt.
Mehrere Reitersporen und Armbrustbolzen zeugen von kriegerischen Zeiten und wehrhaften Stadtbürgern.
Die sehr zahlreichen, einfachen Messer waren Universalwerkzeug und Besteck des Alltages. Sicheln und Haumesser waren zur landwirtschaftlichen Tätigkeit unerlässlich.
Ein kleiner Hammer und ein Amboss können einerseits ein Hinweis auf Metallverarbeitung sein, andererseits ist aber auch die Verwendung des Hammers mit dem kleinen Amboss zum Dengeln der Sicheln denkbar. Ein Spaten mit einem eisernen Beschlag wie der gefundene wurden für alle Erdarbeiten, auch für das Ausheben der Burggräben benutzt. Der Löffelbohrer diente dem Zimmermann zur Herstellung von Zapflöchern im Fachwerk. Weitere Werkzeuge wie Maurerkellen waren unter den Gegenständen.
Nägel aller Größen fanden an zahlreichen hölzernen Bauteilen und Gegenständen im Haus Verwendung.
Truhenscharniere, Schlossreste und Schlüssel stammen von dem wichtigsten Möbel eines mittelalterlichen Hausstandes: der Lade (Truhe).
Löffel, Gabeln und Kräuel gehörten wie Messer zum Hausgebrauch.
Zwei unscheinbare Gegenstände stehen für den Mittelpunkt eines Freyensteiner Haushaltes: das Herdfeuer. Ein Feuerbock diente zum Festhalten der rundbodigen Kochtöpfe aus Keramik in der Herdglut. Außerdem fanden sich Teile eine sogenannten Säge- oder Kochhals.

Der Säge- oder Kochhal diente zum höhenverstellbaren Aufhängen eines Kesselsüber dem Herdfeuer. Diese Vorrichtungen leben im modernen Sprachgebrauch in der Redewendung "einen Zahn zulegen" fort.

 

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(2010)

PROJEKTBEZEICHNUNG: Freilegung zu Präsentationszwecken Archäologischer Park 2. BA
AUTOREN: Ph. Bach, Th. Hauptmann
BAUHERR/AUFTRAGGEBER: Stadt Wittstock
UNTERSUCHUNGSZEITRAUM: 05.11.2009 - 20.05.2010
ARCHIVNR. DES BLDAM: PRH2009-148
INVENTARNR. DES BLDAM: 2009:1722

© BAB Hauptmann + Bach GmbH 2011

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Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Plan 1: Aktuelle topographische Karte mit dem Baufeld


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Plan 2: Orthophoto mit dem Baufeld


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Plan 4: Technischer Gesamtplan


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Plan 5: Befundplan, Übersicht


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Plan 8: Befundplan, Detail, Fläche mit Graben


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Plan 6: Befundplan, Detail, Fläche mit Graben und Grubenhaus


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Anlage des westlichen Burggrabenschnittes in Fläche 12 (A1)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Anlage des westlichen Burggrabenschnittes in Fläche 12 (A1)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Profil durch den Burggraben in Fläche 12 (A1)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Profil durch den Burggraben in Fläche 12 (A1)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Plan 13: entzerrte Zeichnung des Grabenprofils in Fläche 12 (A1)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Burggraben in der östlichen Fläche im Planum in Fläche 63 (A4)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Anlage des östlichen Burggrabenschnittes in Fläche 63 (A4)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Plan 9: Befundplan, Detail, Torsituation des Vorburggrabens in Fläche 6 (A3)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Freilegung des Vorburggrabens im Planum in Fläche 6 (A3)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Fläche 6 (A3) im 1. Planum mit Vorburggraben und Resten des Straßenpflasters


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Profil durch den Vorburggraben in Fläche 6 (A3)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Plan 7: Befundplan, Detail, Feldsteinbrunnen in Fläche 37 (A5)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Freilegung des Feldsteinbrunnens in Fläche 37 (A5)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Brunnen freigelegt


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Brunnen


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Fläche 29 (A6) mit Grubenhaus im Planum


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Grubenhaus im Planum in Fläche 29 (A6)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Plan 6: Befundplan, Detail, Fläche 74 (A7) mit Straße


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
freigelegtes Straßenpflaster in Fläche 74 (A7)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Fläche 1, Suchschnittüber die Burgstelle (A2)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Depotfund von der Burgfläche


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Eisenteile aus dem Depotfund


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Koch- oder Sägehal aus dem Depotfund


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Teil eines Truhenschlosses aus dem Depotfund


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Schlüssel aus dem Depotfund


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Spatenschuh aus dem Depotfund


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Haumesser aus dem Depotfund


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Löffel aus dem Depotfund (evtl. Teil des Kräuels)


Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Reitersporn aus dem Depotfund

Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung Reitersporn aus dem Depotfund
Ausgrabung Freyenstein Stadtwüstung
Kräuel aus dem Depotfund

7 Literatur:

Anforderungen an eine Bestandsdokumentation in der Baudenkmalpflege, Arbeitsmaterialien zur Denkmalpflege in Brandenburg 1, Wünsdorf 2002.
Archäologische Ausgrabungen und Prospektionen. Durchführung und Dokumentation. Archäologisches Nachrichtenblatt 4, 1999, 22 ff.
Biel, J., Klonk, D. (Hrsg.): Handbuch der Grabungstechnik (bes. Kap. 16.10).
Enders, L. 1997: Historisches Ortslexikon, Teil 1, Prignitz (1997).
Hauptmann, Th./Henker, J. 2007a: Abschlussbericht Freyenstein Lkr. OPR, Schutzbau Feldsteinkeller, PRH2007-077 (ungedr. Man. Arch. BLDAM).
Hauptmann, Th./Henker, J. 2007b: Schutzbau der Wüstung. Ein neuer Feldsteinkeller in Freyenstein, Lkr. Ostprignitz-Ruppin, AiBB 2007 (2009) 125-128.
Hofmann, M. 1999: Vom Stabbohlenhaus zum Haus der Wirtschaft (1999).
Kirsch, E. 1994: Die Keramik 13. bis zum 16. Jahrhundert in Berlin und Brandenburg. Aus der Sammlung des Märkischen Museums. Berlin 1994.
Mechelk, H. W., 1981: Zur Frühgeschichte der Stadt Dresden und zur Herausbildung einer spätmittelalterlichen Keramikproduktion im sächsischen Elbgebiet aufgrund der archäologischen Funde. Berlin 1981.
Plate, Ch. 1985: Die Stadtwüstung Freyenstein. Wittstock – Ein Wegweiser durch Stadt und Kreis, Hg. Vom Kulturbund der DDR (1985) 53-58.
Plate, Ch. 1989: Die Stadtwüstung des 13. Jh. von Freyenstein, Kr. Wittstock, Bezirk Potsdam: Vorberichtüber die Ergebnisse der Ausgrabungen in den Jahren 1980 bis 1987. Veröffentlichungen des Museums für Ur- und Frühgeschichte Potsdam 23,1989, 209-222.
Plate, Ch. 1989a: Freyenstein. Archäologie in der DDR (1989) 803-804.
Plate, Ch. 1990: Stadtwüstungen in den Bezirken Potsdam und Frankfurt (Oder). Archäologische Stadtkernforschung in Sachsen. Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege 19, 1990, 197-215.
Plate, Ch. 1991: Freyenstein – Topografie einer Stadtgründung des 13. Jh. an der brandenburgisch-meckelenburgischen Landesgrenze. Zeitschrift für Archäologie 25, 1991,237-246.
Plate, Ch. 1994: Städtegründungen und Landesausbau. Nicht nur Sand und Scherben (Begleitbuch zur Ausstellung St. Pauli Brandenburg Aug.-Nov. 1994), 89-98.
Plate, Ch. u. F 1982: Untersuchungen auf der Stadtwüstung Freyenstein, Kr. Wittstock, Bezirk Potsdam (Vorbericht). Ausgrabungen und Funde 27, 1982, 89-94.
Plate, Ch. u. F 1986: Die Stadtwüstung Freyenstein, Kr. Wittstock. Märkische Heimat, Beiträge zur Heimatgeschichte 5, 1986, 72-79.
Plate, Chr.; Schenk, Th. 2004: Zerstört, verlegt und aufgelassen, Archäologie in Deutschland 1/2004, 8-12.
Richtlinien zur Grabungsdokumentation. BLDAM, Wünsdorf 2006.
Schenk, Th. 2002: Bericht zu den archäologischen Sondierungen auf der Stadtwüstung von Freyenstein, PRH2002-210 (ungedr. Man. Archiv BLDAM 2006).
Schenk, Th. 2006: Bericht zu den archäologischen Sondierungen auf der Stadtwüstung von Freyenstein, PRH2006-161 (ungedr. Man. Archiv BLDAM 2006).
Schenk, Th. 2009: Die "Altstadt" von Freyenstein, Lkr. Ostprignitz-Ruppin (2009)